Erlösung

HANDBUCH ORIENTIERUNG: Religionen, Kirchen, Sekten, Weltanschauungen, Esoterik.

Erlösung ist im christlichen Sinne durch den stellvertretenden Tod des Gottessohnes Jesus Christus für uns am Kreuz auf Golgatha erfolgt. Die Erlösung allein aus Gnaden steht im Gegensatz zu den vergeblichen Bemühungen um >Selbsterlösung in den >Religionen, Sekte n und Ideologien der Welt. Die Erlösung durch Jesus Christus enthält drei entscheidende Elemente:

1. Versöhnung mit Gott dem Vater:

Da sich der Mensch seit Anbeginn der Menschheit von Gott losgesagt hat, sein eigener Herr sein und seinen eigenen Weg ohne Gott gehen möchte, ist er von Natur aus von Gott getrennt. Ein tiefer Graben, ja Feindschaft zwischen Gott und dem Menschen ist entstanden (vgl. 1. Mose 3). Aus eigener Kraft kann kein Mensch diesen Graben überbrücken und Versöhnung stiften. Hierzu war nur Jesus Christus, der vom Vater gesandte, vollkommene und reine Gottessohn, in der Lage, der ...

"gehorsam war bis zum Tode, ja bis zum Tode am Kreuz" (Phil 2,8).

In ihm als dem Gekreuzigten und Auferstandenen reicht uns Gott der Vater die Hand, um wieder Gemeinschaft mit ihm zu haben und einmal ewig bei ihm zu leben. Jetzt gilt:

"Wenn wir nun versöhnt sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind" (Röm 5,10).

2. Sühne für die Sünde:

Die Voraussetzung für die Versöhnung mit Gott dem Vater und ein ewiges, erfülltes Leben ist die Sühnung der Sünde. Sünde ist – wie schon erwähnt – Gottesferne, Feindschaft gegen Gott mit den daraus folgenden Verfehlungen, bösen Taten und Unterlassungen des Guten. Die Sühnung, die Wiedergutmachung dieser Sünde kann nur durch ein vollkommenes Opfer erfolgen, welches die Sünde hinwegnimmt und den Menschen grundlegend reinigt und erneuert. Dieses vollkommene und stellvertretende Opfer für den Menschen – der Mensch ist aus eigener Kraft hierzu nicht fähig – hat der Gottessohn Jesus Christus durch sein Leiden und Sterben vollbracht. Er konnte uns erlösen, weil er Gott ist, und er wurde Mensch, damit er "mitleiden konnte mit unserer Schwachheit".

Er wurde ...

"versucht wie wir, blieb aber ohne Sünde" (Hebr 4,15)

– als Einziger. Und deshalb gilt: Gott hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht.

"Er selbst hat unsere Sünden hinaufgetragen an seinem Leib auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben"
(1. Petr 2,24).

"Das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde"
(1. Joh 1,7).

3. Befreiung von der Macht des Teufels, der Sünde und des Todes:

Und noch mehr ist am Kreuz auf Golgatha geschehen: Dort hat Jesus Christus für uns den Sieg über den Satan errungen – und damit auch über die Macht der Sünde, die vom Satan eingeflösst und angestachelt wird, und über die Macht des Todes, welcher der "Lohn der Sünde" (Röm 6,23) ist. Dieser Sieg wurde durch die Auferstehung Jesu Christi vollendet, besiegelt und in Kraft gesetzt. Zwar kann auch der Christ immer noch von Sünde angefochten werden, aber er darf sich auf der Seite des Stärkeren, des Siegers wissen: auf der Seite des Gottessohnes Jesus Christus, der ihn stärkt und hindurchträgt bis zur Vollendung in der himmlischen Herrlichkeit.

Denn

"dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre"
(1. Joh 3,8).

"Der Tod ist verschlungen in den Sieg ... Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus"
(1. Kor 15,57).

Dieser Sieg entfaltet seine Wirkung nur für diejenigen, die ihn für sich in Anspruch nehmen, das heisst: die an Jesus Christus als ihren Erlöser und Herrn glauben (Glaube).

S. auch: Soteriologie.

Lothar Gassmann


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Urheber und Redaktion: Dr. Lothar Gassmann

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